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Zur Ausstellung

Im Jahr 2000 wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin eine Arbeitsgruppe gegründet, die es sich zur Aufgabe machte, der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in Berlin in Form einer Ausstellung zu gedenken. In kurzer Zeit wurden Informationen und Quellen zusammengetragen und Texte für die insgesamt 20 Ausstellungstafeln erstellt. Im November 2001 wurde die Ausstellung im Rahmen der Feierlichkeiten "Kommilitonen 1933" im Foyer der Humboldt-Universität eingeweiht.

Verantwortlich für die Konzeption und Ausführung waren ausschließlich Studierende unterschiedlicher Fakultäten, die sich dem Thema "Bücherverbrennung" aus unterschiedlichen Perspektiven näherten. Beteiligt waren Werner Treß, Miriam Ducke, Katrin Sohns, Kathrin Opitz, Novina Göhlsdorf, Andreas Stirn, Imke Wangerin, Lena Petersen und Hannah Lesshafft. Neben der Dokumentation der Vorphase der Bücherverbrennung, der Ereignisse des 10. Mai 1933 und den Reaktionen der Öffentlichkeit war die aktive Rolle der Deutschen Studentenschaft ein wichtiger thematischer Schwerpunkt.

Begleitet wurde das Ausstellungsprojekt durch eine Kunst-Installation von Zoe Hermann, in der die Künstlerin heutige Studenten mit der Rolle der Deutschen Studentenschaft bei der Aktion "Wider den undeutschen Geist" konfrontierte.

Ein Höhepunkt der Vorbereitungsarbeiten waren ohne Zweifel die Filminterviews mit den Zeitzeugen Volkmar Zühlsdorff und Jitzchak Schwersenz, die beide im Verlaufe des Jahres 2006 verstorben sind. Der junge Student Robert Glatz, der die kunstvollen Grafiken der Ausstellungstafeln erstellte und dafür seinen Nachtschlaf opferte, starb Ende 2005 in Berlin an einem Verkehrsunfall. Auf diese Weise verbindet sich für jene, die an der Ausstellung mitgearbeitet haben, im Rückblick auch eine gewisse Wehmut.

Lesen Sie hier einen Artikel über die Ausstellung aus der Berliner Zeitung vom 25. Oktober 2001.